The Witcher 4

The Witcher 4: Release 2028, Story, Ciri und alle Infos

CD Projekt Red arbeitet an The Witcher IV, dem ersten Teil einer komplett neuen Trilogie rund um Ciri. Enthüllt wurde das Spiel bei den Game Awards 2024, bei der Unreal Fest 2025 folgte eine ausführliche Tech-Demo. Inzwischen steht auch das Release-Fenster fest: 2028. Dazu kommen neue Details zur Story, zu Entscheidungen und Konsequenzen, zur Teamgröße und zur Entscheidung gegen DLCs. Wer sich für die Geschichte des Studios interessiert, findet sie in unserem ausführlichen Porträt von CD Projekt Red.

Release: 2028 ist das Ziel

CD Projekt Red peilt für The Witcher 4 offiziell das Jahr 2028 an. Das hat Joint-CEO Michał Nowakowski am 24. August 2026 in einem Video auf den offiziellen Witcher-Kanälen im Vorfeld der Gamescom bestätigt. Ein genaues Datum gibt es weiterhin nicht, und Nowakowski spricht bewusst von einem Zielfenster („targeting“). Eine Verschiebung ist also nicht ausgeschlossen, wie schon bei The Witcher 3 und Cyberpunk 2077. Bereits im Frühjahr 2025 hatte das Unternehmen in einer Finanzpräsentation klargestellt, dass The Witcher 4 nicht vor Ende 2026 erscheinen wird.

Auf der Gamescom 2026 war das Spiel nicht zu sehen. Laut Nowakowski soll die Messe aber in den kommenden Jahren fest in den Plänen des Studios bleiben.

Die gesamte neue Trilogie soll innerhalb von sechs Jahren nach Release des ersten Teils erscheinen. Klappt 2028, wären alle drei Spiele im optimistischsten Fall bis 2034 erhältlich.

Plattformen: PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S

Keine DLCs für die neue Trilogie: eine bewusste Kurskorrektur

CD Projekt Red hat im Rahmen der Quartalszahlen für Q1 2026 bestätigt, dass die neue Witcher-Trilogie keine großen Story-Erweiterungen erhalten wird. Laut Joint-CEO Michał Nowakowski sind die Pläne mit drei Witcher-Spielen in sechs Jahren „ziemlich ehrgeizig“, eine Erweiterung für die kommende Trilogie wäre daher schwierig.

Der Grund ist reine Kapazitätsplanung: Sobald ein Teil erscheint, beginnt praktisch sofort die Arbeit am nächsten. Für ein DLC im Umfang von Blood and Wine, bislang der Goldstandard der Reihe, bleibt in diesem Rhythmus schlicht kein Raum. Ein letztes Mal gibt es das vertraute Format aber noch: Mit „Songs of the Past“ erscheint 2027 eine dritte große Erweiterung für The Witcher 3, entwickelt von Fool’s Theory. Einen ersten Trailer hat CD Projekt Red zur Gamescom 2026 gezeigt.

Ciri übernimmt die Hauptrolle

Nach drei Spielen mit Geralt von Riva wechselt die Perspektive. Ciri, Geralts Ziehtochter, wird zur Protagonistin der neuen Saga. Game Director Sebastian Kalemba: „Schon lange wussten wir, dass Ciri die Protagonistin sein sollte. Es war der natürliche Schritt.“

Das Spiel begleitet Ciri auf ihrem Weg als Hexerin. Story Director Tomasz Marchewka beschreibt sie als Geralt ähnlich, also ehrenhaft, mutig und gerecht, aber auch mit einer bislang unerforschten Seite, die düster, rebellisch und wild ist.

Neue Gameplay-Fähigkeiten für Ciri

Im AnsweRED-Podcast bestätigten die Entwickler mehrere Fähigkeiten, die es bei Geralt in The Witcher 3 in dieser Form nicht gab:

  • Ciri kann tief unter Wasser tauchen und schwimmen
  • Zaubersprüche lassen sich im Laufen und Rennen wirken
  • Ein eigener Sprung-Knopf deutet auf deutlich mehr Vertikalität in der Fortbewegung hin
  • Insgesamt verfügt Ciri über mehr Animationen als Geralt im Vorgänger

Ciri ist spielmechanisch also klar agiler und dynamischer angelegt als Geralt mit seinem eher bodenständigen Kampf- und Bewegungsstil.

Neue Synchronsprecherin

Ciri wird nicht mehr von Jo Wyatt gesprochen, die sie in The Witcher 3: Wild Hunt verkörperte. Die irische Schauspielerin Ciara Berkeley („Normal People“) übernimmt die Rolle. Geralt-Sprecher Doug Cockle äußerte sich positiv über die neue Besetzung: „Sie wird einen großartigen Job machen. Sie hat eine fantastische Präsenz.“

Geralt kehrt zurück, in einer Nebenrolle

Geralt von Riva wird in The Witcher 4 auftreten, allerdings nur in einer Nebenrolle. Doug Cockle ist erneut als Sprecher dabei. Seine Stimme ist bereits am Ende des Ankündigungstrailers zu hören: „Zeit für eine neue Saga. Wir sehen uns auf dem Pfad.“

Kommt auch Rittersporn zurück?

Auch der Barde Rittersporn (im Original Dandelion, polnisch Jaskier) könnte wieder auftauchen. Sein langjähriger polnischer Synchronsprecher Jacek Kopczyński erklärte Anfang September 2026 auf einem Fan-Event in Warschau, er habe bereits Textzeilen für The Witcher 4 aufgenommen, wenn auch „nicht viel“. Offiziell bestätigt hat CD Projekt Red das bislang nicht. Mehr dazu in unserer News zur möglichen Rückkehr von Dandelion.

Story: Der Ankündigungstrailer

Der bei den Game Awards 2024 gezeigte Cinematic Trailer gibt einen ersten Einblick in die Handlung. Ciri kommt in ein abgelegenes Dorf, dessen Bewohner ein junges Mädchen für ein traditionelles Opferritual vorbereiten, und greift ein. Im Kampf gegen ein Monster und die Vorurteile der Dorfgemeinschaft lernt sie eine bittere Lektion: Monster existieren in vielen Formen. Die Sequenz zeigt den düsteren, moralisch ambivalenten Ton, den Fans aus der Reihe kennen.

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Entscheidungen mit Folgen: Der Trailer zeigt nur einen Ausgang

Wie die Dorf-Quest aus dem Trailer ausgeht, liegt im fertigen Spiel offenbar beim Spieler. Laut CD-Projekt-Red-Joint-CEO Adam Badowski zeigte das Video nur einen von mehreren möglichen Ausgängen. Badowski sprach im September 2026 auf dem Internationalen Festival für Comics und Spiele in Łódź, seine Aussagen verbreitete zuerst die polnische Fanseite Wiedzminlandia. Demnach sollen die Entscheidungen in The Witcher 4 oft moralisch mehrdeutig sein und beim Spieler einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die lange Entwicklungszeit erklärt Badowski unter anderem mit diesem Fokus auf die Geschichte: Das Drehbuch werde immer wieder umgeschrieben, um die emotionale Wirkung zu verstärken. Wie das Entscheidungssystem konkret funktioniert und ob es mehrere Enden gibt, hat CD Projekt Red noch nicht verraten. Narrative Director Philipp Weber hatte bereits 2025 betont, das Studio wolle Entscheidungspunkte intuitiver gestalten und deren Konsequenzen besser sichtbar machen als in The Witcher 3.

Neue Region: Kovir

Die Tech-Demo vom Juni 2025 enthüllte erstmals die Spielwelt. Kovir, eine bergige Region im Norden des Kontinents, wird zum ersten Mal in einem Witcher-Spiel begehbar sein. Die Demo zeigte:

  • Valdrest: eine geschäftige Hafenstadt in Kovir
  • Lan Exeter: eine Metropole, die größer wirkt als Novigrad aus The Witcher 3
  • Kelpie: Ciris Pferd, das sie durch die Welt begleitet

Weitere Regionen wurden noch nicht bestätigt, Gebiete wie Poviss, Aedirn oder Cintra könnten aber ebenfalls eine Rolle spielen.

Technologie: Unreal Engine 5

CD Projekt Red hat die hauseigene REDengine aufgegeben und wechselt zur Unreal Engine 5. Die strategische Partnerschaft mit Epic Games wurde 2022 angekündigt, beide Unternehmen entwickeln gemeinsam neue Open-World-Tools, die später allen UE5-Entwicklern zur Verfügung stehen.

Bei der Unreal Fest im Juni 2025 präsentierte CD Projekt Red eine ausführliche Tech-Demo, die auf einer Standard-PlayStation 5 mit 60 FPS lief. Gezeigt wurden unter anderem Nanite Foliage (extrem detaillierte Vegetation ohne Performance-Einbußen), MetaHuman (realistische Charaktermodelle), Mass AI (skalierbare Menschenmengen) und das neue Unreal Animation Framework.

Anders als bei früheren Projekten entwickelt CD Projekt Red diesmal zuerst für Konsolen. Bei The Witcher 3 und Cyberpunk 2077 wurde zunächst die PC-Version fertiggestellt und dann für Konsolen angepasst, was zu technischen Problemen führte. Dieser Fehler soll sich nicht wiederholen.

Gameplay: Was wir erwarten können

CD Projekt Red beschreibt The Witcher 4 als Single-Player-Open-World-RPG, das auf dem Vermächtnis von The Witcher 3: Wild Hunt aufbaut. Laut Nowakowski soll es aber nicht einfach „The Witcher 3 in neuen Kleidern“ werden. Bestätigt sind bislang:

  • Gwent kehrt zurück: Das beliebte Kartenspiel wird wieder integriert
  • Keine Fetch-Quests: Narrative Director Philipp Weber betonte, dass repetitive Sammelaufgaben vermieden werden
  • Fokus auf Quest-Design: Besonderer Wert auf die Qualität der Haupt- und Nebenquests und auf spürbare Konsequenzen

Weber erwähnte zudem, dass Elemente aus „Crossroads of Ravens“, dem neuesten Witcher-Roman von Andrzej Sapkowski, ins Spiel einfließen könnten. Bei The Witcher 3 war das bereits mit Inhalten aus „Zeit des Sturms“ der Fall. Außerdem wechselte im November 2025 der Lead Gameplay Designer von Kingdom Come: Deliverance 2 als Senior Quest Designer zu CD Projekt Red.

Das Team hinter dem Spiel: Von 160 auf über 500 Entwickler

The Witcher 4 ist das bislang größte Projekt von CD Projekt Red. Laut Nowakowski arbeiten inzwischen mehr als 500 Entwickler an dem Spiel, das er als das „größte, mutigste und ambitionierteste“ des Studios bezeichnet. Ende Februar 2026 waren es laut Finanzbericht noch 499 von insgesamt 933 Mitarbeitern. Zum Vergleich: 2022 waren nur 160 Entwickler beteiligt, in der Hochphase von The Witcher 3 rund 250.

Unter den prominenten Neuzugängen ist Felix Padulla, zuvor Senior Cinematic Artist bei Larian Studios (Baldur’s Gate 3), der die Rolle des Cinematic Director übernimmt. Weitere Verstärkung kam von ehemaligen Entwicklern der Teams hinter Horizon Zero Dawn, Horizon Forbidden West, God of War, God of War Ragnarök sowie Clair Obscur: Expedition 33.

Rückkehr von Kult-Komponist Marcin Przybyłowicz

CD-Projekt-Quest-Designer Paweł Sasko bestätigte auf X, dass Marcin Przybyłowicz, der gefeierte Komponist von The Witcher 3 und Cyberpunk 2077, auch für The Witcher 4 zurückkehrt. Zusätzlich holte das Studio Russell Brower an Bord, einen mehrfach Emmy-prämierten früheren Blizzard-Komponisten und Sound Designer. Er soll laut CD Projekt eine führende Rolle übernehmen und sowohl an The Witcher 4 als auch am Nachfolger von Cyberpunk 2077 arbeiten.

Budget: Nur eine Analystenschätzung, keine offizielle Zahl

Zur Größenordnung des Budgets kursiert eine Schätzung des Analysehauses Noble Securities (Januar 2026), wonach CD Projekt Red bis zu 800 Millionen US-Dollar in The Witcher 4 investieren könnte. Diese Zahl stammt von externen Marktbeobachtern und wurde von CD Projekt Red nicht offiziell bestätigt.

Parallel-Projekte: Was CD Projekt Red sonst noch entwickelt

The Witcher 4 hat mit Abstand die höchste Priorität, ist aber nicht das einzige Projekt des Studios:

  • The Witcher 3: Songs of the Past: Die letzte große Erweiterung für The Witcher 3 erscheint 2027 und wird von Fool’s Theory entwickelt
  • The Witcher Remake: Die Neuauflage des ersten Teils baut technisch auf The Witcher 4 auf und ruht deshalb vorerst, bis dessen Technologie weiter ist
  • The Witcher: Sirius: Ein Multiplayer-Witcher-Spiel des 2021 übernommenen Studios The Molasses Flood
  • Cyberpunk 2 (Codename Orion): Das Sequel zu Cyberpunk 2077 befindet sich in der Vorproduktion, die volle Produktion soll etwa 2027 starten
  • Project Hadar: Eine komplett neue, eigene IP und das geheimnisumwobenste der Großprojekte

Mehr zu Historie, Portfolio und den weiteren Projekten in unserem CD-Projekt-Red-Porträt.

Die neue Trilogie: Was nach The Witcher 4 kommt

The Witcher 4 ist erst der Anfang. CD Projekt Red plant eine komplette Trilogie mit Ciri als Protagonistin, alle drei Spiele sollen innerhalb von sechs Jahren nach Release des ersten Teils erscheinen. CEO Adam Kiciński bestätigte bei einem Earnings Call, dass die sechs Jahre erst mit dem Launch von The Witcher 4 beginnen. Erscheint das Spiel wie geplant 2028, könnte die Trilogie also bis 2034 abgeschlossen sein.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wann erscheint The Witcher 4?

CD Projekt Red peilt offiziell 2028 an. Ein genaues Datum gibt es noch nicht, das Release-Fenster ist ausdrücklich als Ziel formuliert.

Wer ist die Hauptfigur in The Witcher 4?

Ciri, Geralts Ziehtochter, übernimmt die Protagonistenrolle. Geralt kehrt in einer Nebenrolle zurück.

Haben Entscheidungen in The Witcher 4 Konsequenzen?

Ja, laut CD Projekt Red sogar mehr als zuvor. Joint-CEO Adam Badowski zufolge sind die Entscheidungen oft moralisch mehrdeutig und sollen lange nachwirken. Die Dorf-Quest aus dem Ankündigungstrailer zeigt demnach nur einen von mehreren möglichen Ausgängen.

Kommt The Witcher 4 auf die Nintendo Switch 2?

Bisher wurden nur PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S als Plattformen genannt.

Welche Engine nutzt The Witcher 4?

Das Spiel wird mit der Unreal Engine 5 entwickelt, nicht mehr mit der hauseigenen REDengine.

Ist The Witcher 4 ein Multiplayer-Spiel?

Nein, The Witcher 4 ist ein reines Einzelspieler-Rollenspiel. Das separate Projekt „Sirius“ wird jedoch Multiplayer-Elemente enthalten.

Wer spricht Ciri in The Witcher 4?

Die irische Schauspielerin Ciara Berkeley ersetzt Jo Wyatt als Sprecherin im englischen Original.

Wird es DLCs zu The Witcher 4 geben?

Nach aktuellem Stand nicht. CD Projekt Red hat im Rahmen der Q1-2026-Quartalszahlen bestätigt, dass für die neue Witcher-Trilogie keine großen Story-Erweiterungen geplant sind, weil der enge Sechs-Jahres-Takt dafür keinen Raum lässt.

Wie groß ist das Entwicklerteam von The Witcher 4?

Laut CD Projekt Red arbeiten inzwischen mehr als 500 Entwickler an The Witcher 4 (Stand August 2026). Das sind rund doppelt so viele wie in der Hochphase von The Witcher 3.

Wer komponiert die Musik für The Witcher 4?

Marcin Przybyłowicz, bekannt von The Witcher 3 und Cyberpunk 2077, kehrt zurück. Zusätzlich verstärkt der mehrfache Emmy-Gewinner Russell Brower (zuvor Blizzard) das Sound-Team.

Kommt nach The Witcher 4 noch ein The Witcher 5 und 6?

Ja. CD Projekt Red hat eine vollständige Trilogie mit Ciri als Protagonistin angekündigt. Alle drei Teile sollen innerhalb von sechs Jahren nach Release des ersten Spiels erscheinen, bei einem Start 2028 also bis 2034.

Technische Daten (soweit bekannt)

Spezifikation Details
Entwickler CD Projekt Red
Publisher CD Projekt
Engine Unreal Engine 5
Plattformen PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S
Release 2028 (angepeilt)
Genre Open-World-Action-RPG
Spieleranzahl Einzelspieler
Team-Größe über 500 Entwickler (Stand August 2026)

Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald neue Informationen verfügbar sind. Zuletzt aktualisiert am 26. September 2026.

Quellen:

  • CD Projekt Red: Video-Update von Michał Nowakowski zur Gamescom 2026 (24. August 2026, Release-Fenster 2028, Teamgröße)
  • Wiedzminlandia (Facebook) / Wccftech: Aussagen von Adam Badowski beim Internationalen Festival für Comics und Spiele in Łódź (September 2026)
  • CD Projekt Red: The Witcher 4 Unreal Engine 5 Tech Demo bei der State of Unreal 2025 (3. Juni 2025)
  • CD Projekt Quartalsbericht Q1 2026 (Nowakowski-Zitat zu DLCs), Finanzbericht März 2026 (Teamgröße 933/499)
  • GamesRadar+, PC Gamer, TechRadar, GameSpot, Game Informer (diverse, 2025/2026)
  • Paweł Sasko (X), PSU.com, Tech4Gamers (Komponisten-Bestätigung)
  • Noble Securities (Budget-Schätzung, nicht CDPR-bestätigt)

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